Studer’s Speisewirtschaft & Bar, Zürich

… es war einmal – ja so beginnen viele Geschichten und da macht die Geschichte von Frau Studer keine Ausnahme. Also es war einmal im Entlebuch vor vielen Jahren, wo sich ein junges Mädchen (s’Fräulein Studer) aufmachte, die weite Welt kennezulernen. Amerika war das Ziel und so machte sie sich auf den Weg mit ihren Schweizer Kochkenntnissen, mit viel Enthusiasmus und mit ein paar Franken in der Tasche.

Die sympathische, aber auch energische junge Frau, fand sich schnell in diesem Land zurecht und konnte ihre Kochkünste in verschiedenen Restaurants beweisen. So blieb der Erfolg nicht aus.

Doch ganz heimlich still und leise stellte sich das Heimweh ein und der Entschluss wurde gefasst, mit viel Erfahrung und einigen Jahren mehr auf dem Buckel wieder in die Schweiz zurückzukehren. Ein eigenes, gemütliches Restaurant für jedermann und jede Frau sollte es sein. Und so hat es sich ergeben, dass Frau Studer vor einigen Jahren, das um 1900 bereits als „Speisewirtschaft zum Schiffbau“ geführte Restaurant übernommen hat.

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Die Lage – mitten im Ausgehviertel Zürichs – könnte nicht besser sein. Wer gemütlich, gut und nicht abgehoben essen will, wer vor der After-Hour-Party oder nach dem Kino noch etwas Währschaftes in den Magen bekommen will, ist richtig im Studer’s.

Die kleine, aber feine Speisekarte eröffnet Überraschendes: Schweizer Klassiker wie Älpler Makkaroni und Fischchnusperli, G’hackets mit Hörnli kitzeln den Gaumen des Gastes, genauso wie verschiedenste Burger (noch ein Relikt aus ihrer Amerika-Zeit) mit den klassischen Beilagen. Saisonale Angebote, wie Wildgerichte im Herbst, Fondue im Winter und verschiedenste Sommergerichte in der wärmeren Jahreszeit ergänzen die Karte, die preislich auf einem Portemonnaie schonenden Niveau liegt.

Frau Studer geniesst heute zwar ihren wohlverdienten Ruhestand, dennoch lässt sie es sich nicht nehmen und beobachtet heute immer noch, mit verschränkten Armen, das Treiben im Lokal. Auch  wenn sie kein Wort mehr sagt, ihr Personal ist herzlich, freundlich und zuvorkommend und pflegt die Gastfreundschaft wie anno dazumal.

Und wenn sie nicht gestorben ist dann lebt sie noch heute!